Ich bin grad im 3D-Drucker Fieber! Zwar hab ich noch keinen, aber das soll sich bald ändern, weil die beste Ehefrau der Welt mir einen zum Geburtstag+Weihnachten schenkt. Angeblich soll er bald geliefert werden und ich kann es kaum erwarten. Und um die Vorfreude zu steigern verbringe ich jede freie Minute auf 3D-Druck Seiten und träume davon, was ich alles mit dem Teil anstelle :-)
Und so nebenbei habe ich gerade entdeckt, dass es aktuell ein Schnäppchen gibt: Tchibo bietet gerade einen Up! Mini PP3DP für 499€ an. Das ist zwar kein top of the line 3D Drucker, aber sehr günstig ist das schon. Wollte ich nur mal kurz mit der Welt teilen...
So – nun träume ich weiter von meinem Gerät, das ich hier natürlich vorstellen werde, sobald es da ist.
Unsere Plattform für Ideen, Austausch, Sammlung und Dokumentation von Elektronikprojekten und diversen anderen interessanten Dingen... Arduino, Raspberry Pi, Robotik, etc.
Samstag, 29. November 2014
Dienstag, 25. November 2014
Radiosonden-Autopsie
Das Mystery-Objekt aus dem vorigen Post ist eine Radiosonde – d.h. das Ding, das unten an einem Wetterballon hängt. Also eine Art fliegender Wetterstation mit Sendefunktion. Nun wird sich der geneigte Leser fragen, ob man so eine Sonde einfach behalten darf, wenn man sie findet. Die Antwort lautet "kommt drauf an". Diese Sonde hatte z.B. einen Beipackzettel huckepack dabei – und der fordert den Finder auf, die Sonde sachgerecht zu entsorgen und nur im Zweifel zurück zu schicken:
Also alles im grünen Bereich.
Aber zurück zu unserem Wundergerät: Die konkrete Sonde, um die es hier geht ist eine Vaisala RS92-SGPD. Was kann das Ding nun? Hier eine Liste der Features, die ich dem Datenblatt des Herstellers entnommen habe:
Nun muss erstmal das Gehäuse runter, damit wir einen Blick ins Innenleben werfen können. Zunächst kam der Battery-Pack zum Vorschein:
Also den nächsten Deckel abmachen und nun sehen wir schon etwas mehr vom Innenleben:
Nun noch den rückseitigen Deckel abmachen. Zunächst gab es wenig zu sehen, weil ein großer HF-Blechdeckel drüber war. Da hat sich dann die Leistungsstarke Lötstation bezahlt gemacht – mit dem alten Elektroniklötkolben hätte ich die dicken Lötstellen nicht lösen können, aber mit der dicken Weller ging's wie Butter. Unter dem großen Deckel kamen dann weitere Bleckdeckel zum Vorschein. Der obere ging gut weg, vor dem zweiten musste ich kapitulieren – der war komplett drumrum verlötet, das schafft auch die Lötstation oder die Heißluftstation nicht so ohne weiteres. Im Wesentlichen habe ich darunter einen Haufen SMD Kram gefunden und ein paar Vaisala Custom Chips, so dass ich auf diesem Weg nicht wirklich viel über die Funktionsweise in Erfahrung bringen konnte.
Soviel erstmal für heute. Als nächstes werde ich mal sehen, ob ich was über die Kommunikationsschnittstelle herausfinden kann. Wenn was dabei rauskommt werde ich hier berichten. Auch wäre es natürlich cool, wenn es gelänge, das gerät neu zu programmieren, oder zumindest mit ihm zu reden. So könnte man den vermutlich sehr leistungsstarken GPS-Empfänger nutzen und auf die Sensordaten zugreifen. Ob das geht? Keine Ahnung - ich werde versuchen es herauszufinden.
Also alles im grünen Bereich.
Aber zurück zu unserem Wundergerät: Die konkrete Sonde, um die es hier geht ist eine Vaisala RS92-SGPD. Was kann das Ding nun? Hier eine Liste der Features, die ich dem Datenblatt des Herstellers entnommen habe:
- Messung von
- Luftdruck: 3-1080 hPa (0.1 hPa Auflösung, 1hPa Genauigkeit)
- Temperatur: -90 bis +60°C (0.1 °C Auflösung, 0.5°C Genauigkeit)
- Luftfeuchtigkeit: 0 bis 100 %Relative Luftfeuchtigkeit (1% Auflösung, 5% Genauigkeit)
- 12 Kanal GPS Receiver: 10/20m Ungenauigkeit (horizontal/vertikal)
- Spannungsversorgung: 9V (hier durch 6 AA-Zellen)
- Digitale Datenübermittlung im 400MHz Band
60mW Sendeleistung; 2400 bit/s - Messzyklus: 1s
Nun muss erstmal das Gehäuse runter, damit wir einen Blick ins Innenleben werfen können. Zunächst kam der Battery-Pack zum Vorschein:
Also den nächsten Deckel abmachen und nun sehen wir schon etwas mehr vom Innenleben:
Nun noch den rückseitigen Deckel abmachen. Zunächst gab es wenig zu sehen, weil ein großer HF-Blechdeckel drüber war. Da hat sich dann die Leistungsstarke Lötstation bezahlt gemacht – mit dem alten Elektroniklötkolben hätte ich die dicken Lötstellen nicht lösen können, aber mit der dicken Weller ging's wie Butter. Unter dem großen Deckel kamen dann weitere Bleckdeckel zum Vorschein. Der obere ging gut weg, vor dem zweiten musste ich kapitulieren – der war komplett drumrum verlötet, das schafft auch die Lötstation oder die Heißluftstation nicht so ohne weiteres. Im Wesentlichen habe ich darunter einen Haufen SMD Kram gefunden und ein paar Vaisala Custom Chips, so dass ich auf diesem Weg nicht wirklich viel über die Funktionsweise in Erfahrung bringen konnte.
Soviel erstmal für heute. Als nächstes werde ich mal sehen, ob ich was über die Kommunikationsschnittstelle herausfinden kann. Wenn was dabei rauskommt werde ich hier berichten. Auch wäre es natürlich cool, wenn es gelänge, das gerät neu zu programmieren, oder zumindest mit ihm zu reden. So könnte man den vermutlich sehr leistungsstarken GPS-Empfänger nutzen und auf die Sensordaten zugreifen. Ob das geht? Keine Ahnung - ich werde versuchen es herauszufinden.
Montag, 24. November 2014
Bilderrätsel
Heute habe ich seit langem mal wieder ein Bilderrätsel. Das Objekt habe ich von einem Freund geschenkt bekommen, der es gefunden hat und sich gleich dachte, dass ich mich dafür interessieren würde.
Tipps werden in der Kommentarbox angenommen. Und sobald ich etwas Zeit habe, gibt's einen ausführlichen Teardown.
Sonntag, 16. November 2014
DIY DECT Headset
Manchmal klingelt das Telefon, wenn ich eigentlich beschäftigt bin – kochen oder sowas. Natürlich will ich den Anrufer nicht abwürgen und oft wäre es geradezu nett, ein wenig zu plaudern während man Gemüse schnibbelt. Da wäre es doch praktisch, ein Headset am Telefon zu haben. Aber leider ist es bei DECT Telefonen, im Gegensatz zu Handies, nicht so üblich, eine Buchse fürs Headset einzubauen. Natürlich gibt es entsprechende DECT Headsets zu kaufen, aber ich fand sie bisher immer zu teuer, um mir wirklich eins anzuschaffen. Wie es der Zufall so will, hatten wir gerade beschlossen, neue Telefone anzuschaffen, weil bei vielen der inzwischen recht betagten Gigasets der Akku nicht mehr wirklich lange hielt und so war ich dabei, vier von den Dingern zu entsorgen. zwei davon haben allerdings normale AAA Zellen, so dass ich sie doch erstmal behalten habe. Und irgendwie kam mir dann die Sache mit dem Headset wieder in den Kopf. Das kann doch nicht so schwierig sein, ein normales Headset an so ein Telefon anzuschließen – oder?
Also erstmal ein Headset besorgt. Ist ein Microsoft LifeChat LX-2000, das ich beim Elektronikmarkt mit dem Planetennamen für ca. 20 € bekommen habe. Der Plan war, den mini-Lausprecher und das Mikro aus dem Telefon rauszubauen und stattdessen das Headset anzulöten. Also erstmal Akku raus und aufschrauben – äh – keine Schrauben! Wieder so ein geclipstes Mistding! Einige nicht jugendfreie Flüche und viel verkrampftes Spudger-Gefummel später war es endlich offen und es ist nur ganz wenig abgebrochen ...
Das Headset hatte zwei Klinkenstecker, je einen für Mikro und Kopfhörer. Also Stecker abzwicken und Kabel abisolieren. Zum Vorschein kam eine rote, eine grüne und eine Kupferfarbene Ader. Rot und grün sind wohl rechts und links, das neutrale ist Masse. Also rot und grün zusammengelötet und das neutrale verzinnt. Beim Mikro simpel: zwei Adern, wie zu erwarten.
Entfernen der Hörmuschel am Telefon war leicht: die war nur mittels Federkontakten verbunden. Beim Mikro sah es eher nach Auslöten aus, aber nachdem ich nicht rausbekommen hab, wie man die Platine aus der Schale bekommt, habe ich es einfach abgebrochen – war ein Klacks ;-)
Als nächstes die Kopfhöreranschüsse auflöten:
Dann die Mikro-Seite:
Ein bisschen Plastikschale umgestalten, Kabel schön verlegen, ordentlich Heißkleber drauf – fertig!
Noch ein bisschen was an der oberen Schale wegzwicken und schon ging das Ganze auch wieder einigermaßen zu.
Akku schnell aufgeladen und ausprobieren – Spannung, Trommelwirbel, Tusch: ich kann's kaum fassen – es geht! Und zwar richtig gut! Da das Headset sogar einen Lautstärkeregler hat, ist das Ganze echt komfortabel. Ich bin entzückt...
Das einzige, was fehlt ist ein Gürtelclip oder sowas – da muss ich wohl noch was improvisieren. 3D-Drucker, wo bist Du???
Also erstmal ein Headset besorgt. Ist ein Microsoft LifeChat LX-2000, das ich beim Elektronikmarkt mit dem Planetennamen für ca. 20 € bekommen habe. Der Plan war, den mini-Lausprecher und das Mikro aus dem Telefon rauszubauen und stattdessen das Headset anzulöten. Also erstmal Akku raus und aufschrauben – äh – keine Schrauben! Wieder so ein geclipstes Mistding! Einige nicht jugendfreie Flüche und viel verkrampftes Spudger-Gefummel später war es endlich offen und es ist nur ganz wenig abgebrochen ...
Das Headset hatte zwei Klinkenstecker, je einen für Mikro und Kopfhörer. Also Stecker abzwicken und Kabel abisolieren. Zum Vorschein kam eine rote, eine grüne und eine Kupferfarbene Ader. Rot und grün sind wohl rechts und links, das neutrale ist Masse. Also rot und grün zusammengelötet und das neutrale verzinnt. Beim Mikro simpel: zwei Adern, wie zu erwarten.
Entfernen der Hörmuschel am Telefon war leicht: die war nur mittels Federkontakten verbunden. Beim Mikro sah es eher nach Auslöten aus, aber nachdem ich nicht rausbekommen hab, wie man die Platine aus der Schale bekommt, habe ich es einfach abgebrochen – war ein Klacks ;-)
Als nächstes die Kopfhöreranschüsse auflöten:
Dann die Mikro-Seite:
Ein bisschen Plastikschale umgestalten, Kabel schön verlegen, ordentlich Heißkleber drauf – fertig!
Akku schnell aufgeladen und ausprobieren – Spannung, Trommelwirbel, Tusch: ich kann's kaum fassen – es geht! Und zwar richtig gut! Da das Headset sogar einen Lautstärkeregler hat, ist das Ganze echt komfortabel. Ich bin entzückt...
Das einzige, was fehlt ist ein Gürtelclip oder sowas – da muss ich wohl noch was improvisieren. 3D-Drucker, wo bist Du???
Sonntag, 2. November 2014
Make Munich
Dieses Wochenende fand die zweite Make Munich statt und da mussten Chris und ich natürlich dabei sein! Also auf in die Tonhalle und hinein ins nerdige Vergnügen. Natürlich gab es jede Menge Elektronik, 3D Drucker etc. zu sehen. Aber auch das Vortragsprogramm war durchaus interessant. Nur bitte liebe Veranstalter: das mit dem Mikrofon üben wir noch – so kann ja kein Mensch verstehen, was der Redner erzählt. Und ein bisschen mehr Platz für Publikum wäre auch gut gewesen.
Natürlich gab's neben den Ständen und vielen Gesprächen auch Club Mate, Lötkurse, Basteln zum Mitmachen, Kram zum kaufen und coole Konstruktionen der verschiedenen Teilnehmer.
Wir hatten jedenfalls viel Spaß, haben ein paar Euro für Kleinkram ausgegeben und freuen uns schon auf die hoffentlich stattfindende Make Munich 2015 – dann vielleicht noch größer?
Natürlich gab's neben den Ständen und vielen Gesprächen auch Club Mate, Lötkurse, Basteln zum Mitmachen, Kram zum kaufen und coole Konstruktionen der verschiedenen Teilnehmer.
Wir hatten jedenfalls viel Spaß, haben ein paar Euro für Kleinkram ausgegeben und freuen uns schon auf die hoffentlich stattfindende Make Munich 2015 – dann vielleicht noch größer?
| Viel los in der Tonhalle |
| Mehrere Hackerspaces und Fablabs waren vertreten. |
| Hier glimmt es geheimnisvoll! |
| Ob der Bediener die Anzeige zu deuten weiß? |
| Zur Abwechslung mal was mechanisches: der MakerBeam! |
| Kinder lieben Oculus Rift! |
| Shields und Nützliches bei Watterott |
| Auch selbst Handanlegen war möglich – Kinder wie Erwachsene hatten Spaß an den diversen Lötständen |
| Maker-Urgestein: die Amateurfunker |
| Nein - Maker sind nicht alle männlich und pickelig. |
| Blaue Zähne für Arduino |
| 3D drucken Du sollst! |
| DIY Quadcopter und andere schöne Sachen |
| Auch eine alte Strickmaschine kann coole Sachen machen, wenn Sie ein neues Gehirn bekommt. |
| Kinder die auf Drucker starren... |
| Das Gegenteil von hochintegrierten Bauteilen. |
| Stadt-Imker! |
| Auch Nadel und Faden sind den Makern nicht fremd. |
| Oder wie wäre es mit einer Runde DIY Siebdruck? |
| Oder selbstegebasteltem Schmuck? |
Sonntag, 20. Juli 2014
PCE-174 Luxmeter/-logger
Ich habe mal wieder ein neues Spielzeug: ein Luxmeter. Konkret handelt es sich um das PCE-174, dass angeblich baugleich zum Extech HD450 sein soll. Es misst, soweit ich das in meinen ersten Tests sehen konnte, ganz stabil. Die Bedienung ist ein wenig träge, aber ich will ja auch nicht beruflich die Lichtstärke messen, sondern nur mal so. Das Ding hat auch gleich einen internen Speicher, so dass man manuell Messwerte speichern kann und, was viel interessanter ist, Daten automatisch loggen kann. Wie bei preiswerteren Messgeräten üblich wurde die beiliegende Windows Software wohl von Chinesen programmiert und ist nicht so das Gelbe vom Ei und von einer LINUX Software kann man eh nur träumen. Also gilt das übliche Motto: Selbst ist der Mann. Das Gerät wird am USB Port als USB2RS232 Adapter erkannt – das stimmt ja schonmal hoffnungsvoll. Nur wie redet man mit dem Gerät? Auf der Homepage ist natürlich nichts zu finden und so habe ich eine ganze Weile rumprobiert, bin aber auf keinen grünen Zweig gekommen.
Ich hatte mir schon vorgenommen, in einer ruhigen Minute mal ein kleines Fuzzing-Skript zu basteln, um dem Teil eine Reaktion zu entlocken und der Windows-Software mal bei der Kommunikation zuzuhören. Aber zuvor habe ich das getan, was kein klar denkender Hacker je tut: Ich habe an den Hersteller geschrieben und um Info gebeten. Ich weiß – hahaha, viel Glück und so. Doch manchmal passieren auch Wunder: Keine 24h später hatte ich eine, wenn auch in knappem Chinglish verfasste, Doku in der Hand! Das muss ich mal echt lobend hervorheben – danke PCE! Die Doku ist extrem knapp und, wie ich inzwischen weiß, auch nicht ganz vollständig/korrekt, aber allemal gut genug, um den Rest selber raus zu kriegen. Also Daumen nach oben.
Die größte Hürde bei meinen Versuchen, das Protokoll selber zu erraten bestand, wie ich nun weiß, darin, dass das kein Klartext-Protokoll ist, sondern im Wesentlichen Bytes/Binärdaten hin- und her geschubst werden. Nicht schwierig, wenn man's weiß, aber eben nicht so einfach mit Minicom zu machen.
Da ich aber nun die Doku in Händen halte, hab ich angefangen, ein Python Skript zu schreiben, um mit dem Instrument zu reden. Erste Versuche sind bereits erfolgreich verlaufen. D.h. ich kann inzwischen diverse Modi des Messgeräts aufrufen bzw. umschalten und ebenso Daten vom Gerät auslesen. Noch ist das Skript nicht fertig – ich muss noch alle Funktionen implementieren, einen Decoder für die Rohdaten schreiben, das Ganze ordentlich testen, eine brauchbare usage message einbauen etc. etc. Aber so wie ich das sehe, ist das nur noch Handwerk :-)
Aber hier schon mal ein paar Eindrücke. Die Unterhaltungen mit dem Instrument laufen immer nach dem gleichen Schema:
2 byte "Hello" senden: 0x87 0x83
1 byte Kommando senden - z.B. 0x7f (Range Umschaltung)
wenn es sich um ein Kommando zum Daten auslesen handelt kommt als Antwort ein binärer Blob zurück. Die Doku erklärt die Blobs so leidlich und diese können nun decodiert werden.
Hier mal ein Beispiel für so eine Antwort:
00000000 bb 88 00 07 06 08 26 15 36 23 01 00 00 02 01 00 |......&.6#......|
00000010 07 06 08 26 15 36 23 02 00 00 02 01 00 07 06 08 |...&.6#.........|
00000020 26 15 36 25 03 00 00 02 01 00 07 06 08 26 23 28 |&.6%.........&#(|
00000030 02 04 27 1d 01 01 00 07 06 08 26 23 28 04 05 27 |..'.......&#(..'|
00000040 1a 01 01 00 07 06 08 26 23 28 04 06 27 1c 01 01 |.......&#(..'...|
00000050 00 07 06 08 26 23 28 05 07 27 14 01 01 00 07 06 |....&#(..'......|
00000060 08 26 23 28 07 08 27 17 01 01 00 07 06 08 26 23 |.&#(..'.......&#|
00000070 28 10 09 01 37 01 01 00 07 06 08 26 23 28 12 0a |(...7......&#(..|
00000080 27 02 01 01 00 07 06 08 26 23 28 14 0b 27 00 01 |'.......&#(..'..|
[...]
Schon mit bloßem Auge kann man sehen, dass sich hier regelhaft was zu wiederholen scheint – und so ist es auch: das sind die data records (je 12 byte). Zwischen den records kommt dann immer noch ein 0x01 als Trenner, auch wenn die Doku dazu nichts zu sagen hatte. Das führende 0xbb 0x88 ist die ID des Datenblobs und bedeutet hier, dass es Daten aus dem Datenspeicher für manuelle Datenpunkte sind. Darin codiert sind Datum und Uhrzeit, Messert und Statusinfo, um den Datenwert interpretieren zu können (z.B. Lux/FC, oder der Messbereich).
Sobald ich fertig bin, stelle ich das Skript mal hier rein. Ich bemühe mich es übersichtlich zu gestalten und gut zu dokumentieren, damit das Protokoll sich einfach erschließt.
Update: das Skript liegt nun auf Github.
Ich hatte mir schon vorgenommen, in einer ruhigen Minute mal ein kleines Fuzzing-Skript zu basteln, um dem Teil eine Reaktion zu entlocken und der Windows-Software mal bei der Kommunikation zuzuhören. Aber zuvor habe ich das getan, was kein klar denkender Hacker je tut: Ich habe an den Hersteller geschrieben und um Info gebeten. Ich weiß – hahaha, viel Glück und so. Doch manchmal passieren auch Wunder: Keine 24h später hatte ich eine, wenn auch in knappem Chinglish verfasste, Doku in der Hand! Das muss ich mal echt lobend hervorheben – danke PCE! Die Doku ist extrem knapp und, wie ich inzwischen weiß, auch nicht ganz vollständig/korrekt, aber allemal gut genug, um den Rest selber raus zu kriegen. Also Daumen nach oben.
Die größte Hürde bei meinen Versuchen, das Protokoll selber zu erraten bestand, wie ich nun weiß, darin, dass das kein Klartext-Protokoll ist, sondern im Wesentlichen Bytes/Binärdaten hin- und her geschubst werden. Nicht schwierig, wenn man's weiß, aber eben nicht so einfach mit Minicom zu machen.
Da ich aber nun die Doku in Händen halte, hab ich angefangen, ein Python Skript zu schreiben, um mit dem Instrument zu reden. Erste Versuche sind bereits erfolgreich verlaufen. D.h. ich kann inzwischen diverse Modi des Messgeräts aufrufen bzw. umschalten und ebenso Daten vom Gerät auslesen. Noch ist das Skript nicht fertig – ich muss noch alle Funktionen implementieren, einen Decoder für die Rohdaten schreiben, das Ganze ordentlich testen, eine brauchbare usage message einbauen etc. etc. Aber so wie ich das sehe, ist das nur noch Handwerk :-)
Aber hier schon mal ein paar Eindrücke. Die Unterhaltungen mit dem Instrument laufen immer nach dem gleichen Schema:
2 byte "Hello" senden: 0x87 0x83
1 byte Kommando senden - z.B. 0x7f (Range Umschaltung)
wenn es sich um ein Kommando zum Daten auslesen handelt kommt als Antwort ein binärer Blob zurück. Die Doku erklärt die Blobs so leidlich und diese können nun decodiert werden.
Hier mal ein Beispiel für so eine Antwort:
00000000 bb 88 00 07 06 08 26 15 36 23 01 00 00 02 01 00 |......&.6#......|
00000010 07 06 08 26 15 36 23 02 00 00 02 01 00 07 06 08 |...&.6#.........|
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00000080 27 02 01 01 00 07 06 08 26 23 28 14 0b 27 00 01 |'.......&#(..'..|
[...]
Schon mit bloßem Auge kann man sehen, dass sich hier regelhaft was zu wiederholen scheint – und so ist es auch: das sind die data records (je 12 byte). Zwischen den records kommt dann immer noch ein 0x01 als Trenner, auch wenn die Doku dazu nichts zu sagen hatte. Das führende 0xbb 0x88 ist die ID des Datenblobs und bedeutet hier, dass es Daten aus dem Datenspeicher für manuelle Datenpunkte sind. Darin codiert sind Datum und Uhrzeit, Messert und Statusinfo, um den Datenwert interpretieren zu können (z.B. Lux/FC, oder der Messbereich).
Sobald ich fertig bin, stelle ich das Skript mal hier rein. Ich bemühe mich es übersichtlich zu gestalten und gut zu dokumentieren, damit das Protokoll sich einfach erschließt.
Update: das Skript liegt nun auf Github.
Dienstag, 10. Juni 2014
Mehr Thinkpad Mysterien
Inzwischen habe ich den T440s nun schon eine ganze Weile. D.h ich habe mich gut eingewöhnt und er gefällt mir immer noch gut. Nur der Mangel an separaten Maustasten für den Trackpoint nervt gewaltig - ich bin einfach nicht der Touchpad-Typ. Und trotz der kleinen Software-Tricks, die ich beim letzten mal erwähnt hatte verrutscht der Maus-Cursor doch viel zu oft unbeabsichtigt beim Tippen, wenn man nicht höllisch aufpasst. Aber naja.
Die Tastatur ist trotz neuer Tastenform angenehm und ich habe mich leidlich an das neue Layout bezüglich der home/end/ins/del Tasten gewöhnt (auch nicht so gut wie früher). Einen Aspekt, der in diversen Foren bemäkelt wurde ist die neue Position der PrtSc-Taste, die nun zwischen AltGr und Ctrl. liegt.
Prt-was???? Ja diese Taste gibts wirklich. Traditionell liegt sie gemeinsam mit dem ebenso obskuren SysReq rechts neben F12 und oberhalb von Ins. Was die macht? Meist ist sie so belegt, dass man damit Screenshots machen kann. Waaaaahsinnig nützlich. Habe ichschon oft manchmal noch nie verwendet. Oh und einigermaßen dekorativ ist sie und trägt zum harmonischen Gesamtbild der Tastatur bei. Also völlig verständlich, dass die Netzgemeinde eine Revolution anzettelt, wenn Lenovo es wagt, eine so essentielle Taste willkürlich zu verlegen.
Aber was ist das? Wieso will der Compi meinen mühevoll geschriebenen Text nicht speichern? Was soll das heißen, die Datei könne nicht gespeichert werden und wieso read-only Filesystem?!? dmesg zeigt auch verdächtigen Kram an und erzählt was von r/o remount:
SysRq : Emergency Remount R/O
EXT4-fs (dm-1): re-mounted. Opts: (null)
EXT4-fs (dm-4): re-mounted. Opts: (null)
EXT4-fs (sdb1): re-mounted. Opts: (null)
Emergency Remount complete
EXT4-fs (dm-1): ext4_writepages: jbd2_start: 13312 pages, ino 657835; err -30
EXT4-fs (dm-1): ext4_writepages: jbd2_start: 13312 pages, ino 657835; err -30
EXT4-fs (dm-1): ext4_writepages: jbd2_start: 13312 pages, ino 657835; err -30
[...]
Geht da etwa die Platte über den Jordan? Soviel Pech kann man doch garnicht haben!?! Also erstmal ruhig Blut und neu starten. Mehrere Tage alles problemlos, doch dann passiert es wieder!
Als es dann zum dritten mal passiert ist eine merkwürdige Beobachtung: kurz zuvor ist noch ein Screenshot Window aufgegangen. Wieso das? Nach einigem Nachdenken, Googeln und Kopf gegen die Tischkante hauen die Erleuchtung:
Na klar! LINUX hat doch so praktische Tastenkombis für Notfälle – z.B. Alt+SysReq+s für ein Notfall-Sync oder Alt+SysReq+i für ein SigKill an alles außer init oder Alt+SysReq+u für ein Notfall RO-remount. Momentmal – was?
Nun muß man wissen, dass ich in Sachen Computer etwas speziell bin und ein US-Layout bevorzuge. Und damit ich damit auch deutsche Umlaute hinkriege habe ich mir ein xmodmap File gebaut, in dem AltGr als Modeswitch Key belegt wird und ich also mit AltGr+u ein "ü" bekomme:
! use Alt_R as Mode_switch key (AltGR)
keycode 108 = Mode_switch Mode_switch
[...]
keycode 30 = u U udiaeresis Udiaeresis
[...]
Sehr praktisch das! Außer man hat direkt neben der AltGr Taste eine PrtScr/SysReq Taste und löst mit seinen Wurstfingern versehentlich einen Alt+SysReq+u aus.
GRUMPF! Die Taste muss ich wohl lahmlegen.
Mal sehen, was für ein Mist mir als nächstes passiert ....
Die Tastatur ist trotz neuer Tastenform angenehm und ich habe mich leidlich an das neue Layout bezüglich der home/end/ins/del Tasten gewöhnt (auch nicht so gut wie früher). Einen Aspekt, der in diversen Foren bemäkelt wurde ist die neue Position der PrtSc-Taste, die nun zwischen AltGr und Ctrl. liegt.
Prt-was???? Ja diese Taste gibts wirklich. Traditionell liegt sie gemeinsam mit dem ebenso obskuren SysReq rechts neben F12 und oberhalb von Ins. Was die macht? Meist ist sie so belegt, dass man damit Screenshots machen kann. Waaaaahsinnig nützlich. Habe ich
Unbill!
Aber was ist das? Wieso will der Compi meinen mühevoll geschriebenen Text nicht speichern? Was soll das heißen, die Datei könne nicht gespeichert werden und wieso read-only Filesystem?!? dmesg zeigt auch verdächtigen Kram an und erzählt was von r/o remount:
SysRq : Emergency Remount R/O
EXT4-fs (dm-1): re-mounted. Opts: (null)
EXT4-fs (dm-4): re-mounted. Opts: (null)
EXT4-fs (sdb1): re-mounted. Opts: (null)
Emergency Remount complete
EXT4-fs (dm-1): ext4_writepages: jbd2_start: 13312 pages, ino 657835; err -30
EXT4-fs (dm-1): ext4_writepages: jbd2_start: 13312 pages, ino 657835; err -30
EXT4-fs (dm-1): ext4_writepages: jbd2_start: 13312 pages, ino 657835; err -30
[...]
Geht da etwa die Platte über den Jordan? Soviel Pech kann man doch garnicht haben!?! Also erstmal ruhig Blut und neu starten. Mehrere Tage alles problemlos, doch dann passiert es wieder!
Als es dann zum dritten mal passiert ist eine merkwürdige Beobachtung: kurz zuvor ist noch ein Screenshot Window aufgegangen. Wieso das? Nach einigem Nachdenken, Googeln und Kopf gegen die Tischkante hauen die Erleuchtung:
Na klar! LINUX hat doch so praktische Tastenkombis für Notfälle – z.B. Alt+SysReq+s für ein Notfall-Sync oder Alt+SysReq+i für ein SigKill an alles außer init oder Alt+SysReq+u für ein Notfall RO-remount. Momentmal – was?
Nun muß man wissen, dass ich in Sachen Computer etwas speziell bin und ein US-Layout bevorzuge. Und damit ich damit auch deutsche Umlaute hinkriege habe ich mir ein xmodmap File gebaut, in dem AltGr als Modeswitch Key belegt wird und ich also mit AltGr+u ein "ü" bekomme:
! use Alt_R as Mode_switch key (AltGR)
keycode 108 = Mode_switch Mode_switch
[...]
keycode 30 = u U udiaeresis Udiaeresis
[...]
Sehr praktisch das! Außer man hat direkt neben der AltGr Taste eine PrtScr/SysReq Taste und löst mit seinen Wurstfingern versehentlich einen Alt+SysReq+u aus.
GRUMPF! Die Taste muss ich wohl lahmlegen.
Mal sehen, was für ein Mist mir als nächstes passiert ....
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